AusgangssituationErneuerbare Energie (renewable energies, RE), die zum Beispiel mit Sonne und Wind erzeugt wird, nimmt in Indien stark zu. Bis Mitte 2023 erreichte sie 13 Prozent an der nationalen Stromerzeugung.Doch ein schneller RE-Ausbau in einem Stromsystem, das vor allem auf Kohle und Öl basiert, bringt enorme betriebliche, regulatorische und strukturelle Herausforderungen mit sich. Die Stromversorgung mit RE ist von saisonalen, tageszeit- und wetterabhängigen Schwankungen betroffen. Staatliche Verantwortliche sowie Energieversorgungsunternehmen müssen daher Maßnahmen ergreifen, die die Schwankungen ausgleichen und damit eine verlässliche Stromversorgung sicherstellen.ZielDer indische Strommarkt wird auf die Zukunft vorbereitet, um einen höheren RE-Anteil zu ermöglichen.VorgehensweiseDas Vorhaben berät nationale und bundesstaatliche Behörden in Indien, um die Rahmenbedingungen für einen Strommarkt der Zukunft im Rahmen der Energiewende anzupassen, zu schaffen und umzusetzen. Zudem bildet es Fach- und Führungskräfte der Behörden weiter, damit diese die Vorschriften und Anreize erstellen, anpassen und umsetzen können, die den Strommarkt reformieren. Dabei fördert das Vorhaben speziell Frauen, indem es Schulungen geschlechtergerecht entwickelt sowie Netzwerk- und Mentoringprogramme organisiert.Darüber hinaus entwickelt und setzt das Vorhaben ein Demonstrationsprojekt um, das innovative, geschlechtergerechte Dienstleistungen für Stromversorger schafft. Es zeigt diesen, wie sie das Stromnetz an Schwankungen anpassen.Das Vorhaben fördert außerdem den Dialog zwischen nationalen und bundesstaatlichen Interessensvertreter*innen durch fachliche Veranstaltungen.
Ziel der Ausschreibung ist es, den indischen Partnerinstitutionen - insbesondere den zuständigen Ministerien und Behörden, nationalen und bundesstaatlichen Stromversorgern und Netzbetreibern, Regulierungsbehörden, Energie- und Investitionsagenturen sowie relevanten Forschungs- und Wissenseinrichtungen - sowie den GIZ-Vorhaben in Indien und gegebenenfalls in weiteren Ländern (z.B. Indonesien, Nepal) im Rahmen einer Rahmenvereinbarung einen hochwertigen, flexibel abrufbaren Unterstützungsmechanismus zur Verfügung zu stellen. Dieser ermöglicht die kurzfristige Bereitstellung qualitätsgesicherter Studien, Analysen, Daten, Instrumente, Beratungsleistungen und Capacity-Development-Maßnahmen zur Unterstützung der indischen Energiewende. Angesichts der hohen Dynamik energiepolitischer Fragestellungen ist eine parallele Bearbeitung multidisziplinärer Aufgaben in unterschiedlicher Tiefe erforderlich. Prioritäten und zeitliche Abfolgen können sich fortlaufend ändern und erfordern daher ein hohes Maß an Flexibilität, Reaktionsfähigkeit und fachlicher Kontinuität.Die auftragnehmende Partei ist für die fachliche Umsetzung, Koordination, Qualitätssicherung und Zielerreichung verantwortlich und unterstützt das Projekt insbesondere bei der Umsetzung priorisierter Maßnahmen zur Flexibilisierung des indischen Stromnetzes. Hierzu stellt sie ein fest benanntes Kernteam von Expert*innen bereit, das während der gesamten Laufzeit eingesetzt wird. Die Auftraggeberin beabsichtigt, ein qualifiziertes Unternehmen oder Konsortium mit der Erbringung technischer, marktbezogener und regulatorischer Beratungsleistungen zur Integration erneuerbarer Energien, von Energiespeichern sowie nachfrageseitiger Flexibilitätsoptionen im Rahmen der Energie- und Industrietransformation in Indien zu beauftragen. Die auftragnehmende Partei (AN) ist für die Erbringung der nachfolgend beschriebenen Arbeitspakete (AP) verantwortlich. Die Leistungserbringung erfolgt in Indien und in Deutschland. Der Einsatz der Expertinnen und Experten richtet sich nach den in den jeweiligen Arbeitspaketen beschriebenen Aufgaben. Eine enge fachliche Abstimmung zwischen den Standorten ist sicherzustellen.Zur Sicherstellung einer kontinuierlichen strategischen Begleitung wirkt die Auftragnehmerin aktiv an der inhaltlichen und konzeptionellen Weiterentwicklung der Beratungsleistungen der Auftraggeberin mit, indem in den monatlichen Austauschformaten der Stand der Energiewende im indischen Stromsektor gemeinsam eingeordnet, Ergebnisse der Beratungsleistungen diskutiert sowie Ideen und konzeptionelle Ansätze zur Erreichung von Modulziel und Outputs kritisch reflektiert und weiterentwickelt werden.Zur Strukturierung der Leistungen werden vier Arbeitspakete definiert, die diese Produkte nach Art, Umfang und Reaktionsgeschwindigkeit typisieren:Arbeitspaket 1: Qualitative Kurzanalysen in kurzer FristArbeitspaket 2: Qualitative, tiefgehende AnalysenArbeitspaket 3: Quantitative Kurzanalysen in kurzer FristArbeitspaket 4: Quantitative tiefgehende Analysen
Die Auftraggeberin behält sich optional vor, Vertragsverlängerungen und/oder -aufstockungen auf Basis der in den Vergabeunterlagen genannten Kriterien an das in diesem Verfahren erfolgreiche Unternehmen zu vergeben; i. Ü. siehe ausführliche Leistungsbeschreibung
Wird im EInzelabruf festgelegt.
Die Auftraggeberin behält sich optional vor, Vertragsverlängerungen und/oder -aufstockungen auf Basis der in den Vergabeunterlagen genannten Kriterien an das in diesem Verfahren erfolgreiche Unternehmen zu vergeben; i. Ü. siehe ausführliche Leistungsbeschreibung.
siehe Vergabeunterlagen
siehe ToR
Ein Nachprüfungsantrag ist gemäß § 160 Abs. 3 GWB unzulässig, soweit1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.
Die Kommunikation in diesem Verfahren findet ausschließlich über das Kommunikationstool im Projektbereich des Vergabeportals statt.
Die GIZ fordert im gesetzlich vorgesehenen Rahmen den Bewerber oder Bieter auf, Unterlagen nachzureichen, zu vervollständigen oder zu korrigieren.
DE-A1: Bedingungen an die Auftragsausführung (Mit dem Teilnahmeantrag; Mittels Eigenerklärung): Die Eignungskriterien stammen, mangels passender Kategorie, nicht ausschließlich aus der oben stehenden Kriterienkategorie.
1. Eigenerklärung: Name des Unternehmens und Anschrift, Steuer ID, Eintragung ins Handelsregister oder gleichwertigem Register nach den Rechtsvorschriften des Herkunftslands2. Keine Ausschlussgründe nach § 123, § 124 GWB, § 22 LkSG, Verordnung über Russland Sanktionen3. Erklärung der Bewerbergemeinschaft und/oder Erklärung Nachunternehmer (falls zutreffend)
DE-A2: Bedingungen für die Reduzierung der Bewerber (Mit dem Teilnahmeantrag; Mittels Eigenerklärung): Wenn mehr als 4 Teilnahmeanträge eingehen, werden wir nach den in den Vergabeunterlagen aufgeführten Kriterien eine Auswahl treffen und nur die 4 Bewerber mit der höchsten Punktzahl auffordern, ein Angebot einzureichen. Sollten weniger als 2 Teilnahmeanträge eingehen, behalten wir uns vor, das Verfahren aufzuheben.
Gewichtete Kriterien für die Auswahl von Bewerbern:
A. Fachliche Eignung 1. Technische Stromsystemanalyse und -modellierung 15 % 2. Volkswirtschaftliche Stromsystemanalyse und -modellierung 15 % 3. Betriebswirtschaftliche und finanzielle Analysen im Energiesektor 15 % 4. Regulierung und Marktgestaltung in Energiemärkten 15 % 5. Plexos-Zertifizierung 15 %
B. Regionale Erfahrung in der Region Southern Asia 20 %C. Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit (mindestens 50% ODA-finanziert) 5 %
DE-B1: Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (Mit dem Teilnahmeantrag; Mittels Eigenerklärung): 1. Grundlage der fachlichen Bewertung sind nur Referenzprojekte mit einem Mindestauftragsvolumen von 150.000,00 EUR (netto)2. Mindestens 6 Referenzprojekte im Fachgebiet Weiterentwicklung von Strommärkten und davon mindestens 2 Referenzprojekte in der deutschen Energiewende in den letzten 36 Monaten
DE-C1: Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (Mit dem Teilnahmeantrag; Mittels Eigenerklärung): Durchschnittlicher Jahresumsatz in den letzten drei Geschäftsjahren in EUR (netto) (Bei Ausschreibungen, die innerhalb von sechs Monaten nach dem Ende des letzten Geschäftsjahres von der GIZ veröffentlicht werden, kann das viertletzte Geschäftsjahr herangezogen werden.), mindestens 3.000.000,00 EUR (netto.)
DE-C2: Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (Mit dem Teilnahmeantrag; Mittels Eigenerklärung): Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten und Führungskräfte in den letzten drei Kalenderjahren, mindestens 20 Personen-
Bewertung der fachlichen Eignung / gewichtete Kriterien für die Auswahl der Bewerber - Gewichtete Kriterien für die Auswahl von Bewerbern:Wenn mehr als 4 Teilnahmeanträge eingehen, werden wir nach den in den Vergabeunterlagen aufgeführten Kriterien eine Auswahl treffen und nur die 4 Bewerber mit der höchsten Punktzahl auffordern, ein Angebot einzureichen. Sollten weniger als 2 Teilnahmeanträge eingehen, behalten wir uns vor, das Verfahren aufzuheben.
Die Ausführungsbedingungen ergeben sich aus der Auftragsbekanntmachung und den Vergabeunterlagen.